Beijing 20-26.08.2011

Beijing 20-26.08.2011

Ein Woche im Zeichen von Blasen an den Füßen wegen endlos langen Wanderungen durch den pekinesischen Großstadtdschungel.

Von Sonntag bis Mittwoch war ich mit dem Spanier Inaki gemeinsam unterwegs und wir haben so ziemlich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten die es in Peking
und Umgebung gibt abgegrast: Verbotene Stadt, Lama Tempel, Konfuzius Tempel, Sommerpalast, Tian’anmen Platz, Himmelspalast, Große Mauer, National Stadion usw…

Am Mittwoch ging es dann noch mit dem Rad auf eine Hutong Tour durch die chinesische Altstadt und am Nachmittag hies es Souvenirs einkaufen.
Am Freitag habe ich dann alle meine Pläne umgeschmissen, und den Tag im Dragonfly Spa verbracht :D .  Mei des war glass!

Das war echt ein entspannender Abschluss von ein sehr abwechslungsreichen Urlaub.

Freitags in der Früh ging es dann gleich mit den Taxi zum Pekinger Flughafen, Mittags startete das Flugzeug dann in Richtung Moskau und von dort Stunden später weiter nach Wien.

Immerhin bin ich sogar noch durch die Zeitverschiebung am Freitag in der Nacht gelandet!
Dort wurde ich dann abgeholt, und es ging mit dem Auto weiter heimwärts nach Mondsee.
Das war dann schon wirklich super, wieder zuhause zu sein!

Beijing 19.08.11

Beijing 19.08.11

Beijing 19.08.11

Auf die Minute genau rollte der Zug um 14:05 in Peking ein. Gemeinsam mit zwei Mongolei und Zugkollegen, suchte ich einen Bankomaten und eine vernünftige Ubahn bzw Stadtkarte.
Dann machten wir uns auf unsre Hostels zu suchen.

Ist ja fast wie im Elektroschrott Schlafaffenland hier, überall flimmerts nur so, voi supa!! :D
Die wichtigsten Dinge sind hier komplett in Englisch angeschrieben, und das U-bahn Netz ist sehr übersichtlich und gut aufgebaut.
Am späten Nachmittag traf ich mich mit den zweien wieder am Tian’anmen Platz.
Wir erkundeten gemeinsam die unmittelbare Gegend und aßen
Peking Ente und ein paar andere unidentifizierbare Sachen.
Hat aber fast alles sehr gut geschmeckt.

Mongolei 13 -18.08.11

Mongolei 13 -18.08.11

Die Reise in die Mongolei startete mit einer 25 stündigen Zugfahrt der Transsib auf dem Trans-mongolischen Streckenabschnitt.
Der Grenzübergang selber dauerte Stunden. Die Pässe wurden erst mal von den Russen eingesammelt, dann kam eine etwas stämmigere Russin mit einem Terrier. Die zwei stellten sich als das Drogenteam heraus. Der Hund durchschnüffelte die Kabinen sehr sorgfältig, machte jedoch mehr den Eindruck nach einem Knochen oder Ball zu suchen. Später kam dann doch noch ein “echter” Drogenhund vorbei. Wir mussten einige Ein-, Ausreise und Zollpapiere ausfüllen, bevor wir unsere Pässe zurück bekamen und es weiter zur mongolischen Grenze ging. Dort wurde die ganze Prozedur noch einmal wiederholt.
Am Schluss hatte jeder seine Pässe zurückbekommen und die Fahrt konnte, nachdem der mongolische Restaurantwagen abgekoppelt worden war, weitergehen.
Dort war die Stimmung ähnlich wie in einem Irish Pub, nur gab es halt mongolisches Bier und Nudelsuppe.
Um 6:50 in der Früh erreichte der Zug Ulan Bator. Nachdem mich ein Mitarbeiter vom Hostel am Bahnhof abgeholt hatte, ging es dann dort nach einem kurzen Aufenthalt weiter ins Terelsch Naturschutzgebiet. Sie brachten mich zu einer Familie, bei der ich einem typisch mongolischen Ger untergebracht wurde.
Geplant hätte ich dort nur einen Aufenthalt von einem Tag und einer Nacht, geblieben bin ich allerdings dann gleich 4 Tage.
Das Leben inmitten einer extrem schönen Gebirgs- und Felslandschaft und das in absoluter Harmonie und Stille.
Dort war es teilweise so still, das man jeden einzelnen Flügelschlag der über uns kreisenden Greifvögel hören konnte.
Die Familie lebt dort das ganze Jahr, auch bei bis zu -65 Grad im Winter. Im Sommer leben mit Ihnen viele Kinder von Verwandten oder Freunden.
Neben vielen Wanderungen, hatten wir an einen fast 6 stündigen Ausritt auf den kleinen mongolischen Pferden.
Durch komplett unberührte Landschaften und Flüsse ging es auf eine kleine Sandbank, um dort eine Pause einzulegen.
Am Rückweg sammelten wir eine Herde frei grasender Pferde ein und brachten Sie zurück zu unseren Gers.
Abends hieß es Holzsammeln für ein Lagerfeuer. Und es ist schon ein unendlich cooles Gefühl, wenn man mitten in der Mongolei beim Feuer sitzt, der Mond aufgeht und dann etwas entfernt die Wölfe zu heulen beginnen.
Mittwochs in der Früh ging es wieder zurück zum Kulturschock Ulan Bator.
Zwischen teilweise zerfallenden Häusern und Straßen, die aussehen als hätte gerade ein Erdbeben gewütet, rennen die mongolischen Mädels in Designerklamotten und High-Heels herum, so hoch, da können sich sogar die Russinen noch was abschauen.
Am Nachmittag war ich mit ein paar Leuten aus dem Hostel unterwegs um ein paar Souvenirs zu besorgen und die Stadt zu erkunden.
Essen waren wir in einem lokalen mongolischen Restaurant. Es schmeckte echt sehr gut und kostete für alle 5 Personen insg. 11€.
Abends ging es mit zwei anderen in ein mongolisches Brauhaus, ähnlich bzw. moderner als das Sudwerk in Salzburg.
Und nicht zu vergessen, das mongolische Bier schmeckt echt super :-) .
Am Donnerstag um 6 Uhr machte ich mich mit eine paar anderen aus dem Hostel mit dem Taxi zum Bahnhof auf.
Offizielle Taxis hab ich dort nicht gesehen, dort ist jedes Auto ein Taxi. Das heißt man stellt sich zur Straße, hält einen Geldschein in der Hand und schon bleibt einer stehen und spielt Taxi.
Mit dem Zug Nr. 24, ein internationaler Expresszug der zwischen Ulan Bator und Peking pendelt, geht es nun auf in die chinesische Hauptstadt.

Auf gehts in die Mongolei

Auf gehts in die Mongolei

Transsib 13.08.11

Die letzten 3 Tage auf Olchon waren eher gemütlich. Ich hab den Ort Chuzir erkundet und war lange am Strand unterwegs. Gestern ging es dann per Bus und Autofähre zurück nach Irkutsk.
Es gibt es in der Nähe der Gastfamilie bei der ich wieder übernachtet habe, einen großen sehr schönen Obst und Gemüsemarkt. Dort hies es dann einkaufen für eine erneute Zugfahrt.

Und heute morgen um 4:25 stand ich dann am Bahnsteig um in den selben Zug einzusteigen den ich genau vor einer Woche verlassen hatte.
Es ist wieder ein Chinesischer Zug mit dem ich mich in den nächsten 25 Stunden in Richtung Ulaanbaatar der Mongloischen Hauptstadt aufmache. Diesmal geht es auf dem Trans-mongolischen Streckenabschnitt der Transsib weiter.

Das gewohnte Zugleben hat sich diesmal schon nach ein paar Minuten eingestellt. Es sind wieder vorwiegend Backpacker gemischt mit ein paar Russen in diesem Wagon. Mehr Infos gibt es dann das nächstemal, aus der Mongolei :-)

Fotos von der Insel Olchon am Baikalsee

Fotos von der Insel Olchon am Baikalsee

Nordspitze Olchon

Nordspitze Olchon

Olchon – 09.08.11

Mit einem kleinem russischem Allrad Bus und 7 Russen als meine Begleiter ging es heute an die nördlichste Spitze der Insel Olchon.
Das Wetter war schön sonnig, aber durch den leichten Wind der immer auf der Insel geht, doch gefühlt sehr kühl. Eine Jacke sollte man deswegen doch immer mit dabeihaben.
Eine sehr abwechslungsreiche Landschaft und eben genauso viele schöne Eindrücke habe ich den ganzen Tag über gesammelt.
Hier auch der Insel gibt es endlos weite Steppenlandschaften, schöne Nadelwälder, zwischendurch durchfährt man Sanddünen. Die ganze Ostküste rauf gibt es sehr schöne Klippen, und dazwischen erreicht man auch immer wieder Sandstrände.
Um dort überall auch hinzukommen, haben wir mit dem Bus teilweise nicht (mehr) wirklich existierende Strassen befahren. Die Fahrt an sich war sicher das aufregendste am Ausflug, denn ich hab uns nicht nur einmal umgekippt im Graben liegen sehen.
Aber ist ja alles gut gegangen, dank des guten Fahrers und dem anscheinend unverwüstlichen Fahrzeugs.

Bootsfahrt auf die Insel Olchon

Bootsfahrt auf die Insel Olchon

Baikal – 08.08.11

Um 9:15 legte das Tragflächenboot in Irkutsk ab, deswegen hieß es früh aufstehen.
Ich frühstückte noch bei Tatjana und Sergej, bevor sie mich zum Irkutsker Hafen brachten. Recht viel gibt es da eh nicht zu erzählen.
Ich war ca 7 Stunden am Schiff das mit Vollgas über den Baikalsee in Richtung Insel Olchon brauste.
Schon sehr komisch soooo lang immer gerade aus fahren zu können, um nach 7 Stunden grad mal die hälfte eines Sees abgefahren zu haben. Einen schönen Sonnenbrand im Gesicht gabs dann noch gratis dazu.
Angekommen und ausgestiegen aus dem Boot bin ich in Chuzir beim Schamanenfelsen.
Das ist anscheinend das Zentrum des Schamanismus überhaupt. Und ich mittendrin.. hihi. Aber schön ausschauen tut er, auch wenn man da nicht dran glaubt.
Schamanismus wird hier von den eigentlichen Ureinwohnern der Gegend, den Burjarten stark betrieben und gilt eigentlich als die inoffizielle aber trotzdem einzige richtig gelebte Religion des Volkes.
Der Ort hier, ist mittlerweile bekannter geworden, und wird sowohl von vielen Schamanismus Anhängern, aber auch von Naturbegeisterten besucht. Dementsprechend ist hier im Moment, für Ost-sibirische Verhältnisse viel los. Eine Familie hier bietet wie viele andere auch, Übernachtungsmöglichkeiten an.
Ich habe im Camp Olchonskie Terma eine kleine aber feine Sibirische Holzhütte bezogen.

Sogar mit fließend Wasser und WC. Und das ist hier wirklich noch eher selten,
da die örtliche Infrastruktur erst im Aufbau ist. 2006 wurde der Ort hier ans Stromnetz angeschlossen. Morgen geht es dann mal an die Nordspitze der Insel.